Mein allergrößter Fehler...!

Was er mit Storytelling zu tun hat und 4 ½ Dinge, die Du wissen musst, wenn Du Deine Geschichte erfolgreich erzählen willst.  

Ich habe einen Fehler gemacht. Einen richtig großen Fehler. Mein ganzes berufliches Leben lang, bis vor gut einem Jahr. Hätte ich diesen Fehler früher gesehen, hätte ich ihn eher verstanden – ich hätte mir Hürdenläufe erspart, ich wäre viel schneller erfolgreicher gewesen und vor allem: ich hätte mich selbst viel lieber dabei gemocht. Von meinem Fehler und seiner Auflösung erzähle ich Dir gleich...

Aber zunächst habe ich gerade etwas gemacht, was zu gutem Storytelling gehört und was leider ganz oft missachtet wird. Ich habe Dich in meine Geschichte hineingezogen, indem ich Dir ein sehr persönliches Versprechen gegeben habe. Das nämlich, Dir meinen Fehler zu offenbaren. Und genau ein solches persönliches Versprechen sollten wir geben, wenn wir Menschen mit unseren Geschichten, Marken, Produkten fesseln, ihre Hirne und Herzen erreichen wollen.

Immer wird irgendeine Sau durchs Dorf getrieben – vor allem seitdem wir digitale Dörfer haben und 80% der denkenden Menschheit Coach, Prophet oder eine Mischung aus beidem ist. Storytelling rettet gerade gefühlt jeden, der nicht ganz genau weiß, wie er sich selbst, seine Marke, seine Idee oder eine lauwarme Tasse Hafermilch-Latte verkaufen soll. Dabei muss gutes Storytelling gelernt sein, geübt werden und auf ein paar Säulen stehen, die ich lernen musste. Und die Du auch lernen kannst!  

Was brauchen wir also, um gute Geschichtenerzähler zu werden?

  1. Einen Einstieg, der Herzen und Hirne gleichermaßen öffnet (so wie das Versprechen, meinen größten Fehler kennenzulernen). Einen überraschenden Satz. Eine kluge Frage. Ein Fakt, der mir – Deinem Adressaten – die Schuhe auszieht. Probiere Dich aus, gehe die Extrameile, trainiere Deinen Kreativitätsmuskel. Und sei vor allem nicht langweilig, in den ersten Sekunden.
  2. Einen Spannungsbogen. Komponiere Deine Geschichte, gib ihr einen Fluss. Die Spannung, die erzählerische Energie, die sollte ansteigen – auf einen bestimmten Punkt hin. Und dann erst darf sie wieder fallen. Nimm mich mit auf eine sprachliche Reise – egal ob im Pitch, in der Selbstvorstellung, auf der großen Bühne oder im 1:1.
  3. Ein profundes, nachhallendes Ende. Mühen musst Du Dich nicht nur um den Einstieg, sondern vor allem auch um den Schluss. Da machst Du den Sack zu, da entscheidest Du, was in den HirnHerzen Deiner Zuhörer, Leser, Zuschauer, Zielmenschen bleibt, was sie mitnehmen, woran sie sich erinnern. Werde laut, werde leise – ganz egal: mach, dass sie es schade finden, dass es schon vorbei ist.
  4. Setze Deine eigenen Freudeanker. Wenn Du keinen Spaß hast an dem, was Deine Inhalte sind: wer soll denn Spaß daran haben. Also identifiziere für Dich: was davon beflügelt mich, woran habe ich Freude. Das können Fakten sein, Halbsätze, Worte, Anekdoten. Mach sie Dir im Vorfeld klar. Und hebe sie hervor, genieße sie – dann tragen sie Dich und die, die Du erreichen willst, von ganz alleine durch Deine Geschichte.    

All das gilt es zu üben - in verschiedenen Varianten. Je häufiger Du Dich traust, Deine Geschichte, die Deiner Marke, die Deines Projektes,  neu zu erzählen und je mehr tiefe, liebevolle Mühe Du in Deine Geschichte investierst, desto erfolgreicher und mitreißender wirst Du. Klingt nach einer Binse? Stimmt, ist aber dennoch total wahr.

Zurück zu meinem eigenen, aller größten Fehler, den ich erkennen musste, um endlich über meine Hürden klettern, endlich als ganzes Wesen erfolgreich werden zu können.

Mein Fehler war, dass ich immer perfekt wirken und perfekt performen wollte.

Als Journalistin, dann als Fernsehmoderatorin, dann als Coach und Beraterin, als Frau, als Mutter – eigentlich in allen Bereichen. Ich habe meine eigene Geschichte immer so lückenlos und glattgebügelt erzählt, so frei von Fehlbarkeiten, Schwächen, Miseren – ich war für die Menschen, denen ich sie erzählte, nur schwer bis gar nicht greifbar. Oder nch schlimmer: ich war langweilig,

Erst als ich für mich gefühlt und verstanden habe, wie gut es tut, Teile meiner Schwachmaten-Punkte, meiner Hornochsen-Aktionen, meiner Blondheiten zu mir zu zählen – und anderen Menschen zu zeigen, dass ich das Gegenteil bin von perfekter Wirkung, von perfekter Performance, da haben Menschen, Marken, Unternehmen tatsächlich viel tiefer angedockt, mir viel mehr vertraut.

Zu gutem eigenen Storytelling gehört eben auch, in ausgewählten Momenten in die weniger perfekte Ecke gucken und die eigene Schwäche so zur eigenen Stärke werden zu lassen.   

Die Welt wird schöner, wenn unsere Geschichten mühevoller, spannender, berührender und vor allem offener erzählt werden.

Wir haben also zusammen ein großes Ziel!

Let’s go!
Eure Petra


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